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Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf und der Kreispolizei

Reparatur statt Verwarnungsgeld
Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf und der Kreispolizei
Gemeinsame Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf

Überraschte, dankbare und ungläubige Gesichter waren an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Kreis Warendorf zu beobachten. Dafür sorgte die gemeinsame Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf und der Kreispolizei mit dem Fahrradhändler Bike-Milte, die in den frühen Morgenstunden im Pendlerverkehr stattfand. Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Warendorf kontrollierten die Fahrräder in Beckum, Ahlen und Warendorf auf Verkehrssicherheitsmängel. Die Besonderheit: Auf das Verwarngeld wurde verzichtet – stattdessen gab es sogar das Angebot, das Fahrrad direkt vor Ort kostenlos reparieren zu lassen. Die Aktion ist im Rahmen der AGFS-Mitgliedschaft (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V.) des Kreises Warendorf durchgeführt worden.

Eine kurze Anspannung war den meisten von der Polizei angehaltenen Radfahrern anzumerken. Als dann aber der Hinweis auf das Verwarngeld ausblieb und sogar das Angebot gemacht wurde, das Fahrrad kostenfrei reparieren zu lassen, folgte zugleich Verwunderung. Nach einer kurzen Belehrung und der Reparatur war dann von so manchem auch ein Dankeschön zu hören.

Insgesamt sind an den drei Tagen in Beckum, Ahlen und Warendorf rund 400 Fahrräder kontrolliert worden. Darunter waren über 150 Fahrräder mit verkehrssicherheitstechnischen Mängeln. Der Fahrradhändler Karsten Marczinzik von Bike-Milte und sein Mitarbeiter Philipp Fielers mussten teilweise im Akkordtempo arbeiten, um alle Mängel fachgerecht zu beheben. Neben fehlenden Reflektoren oder nicht funktionierenden Lichtern waren auch schwerwiegende Mängel festzustellen. Dazu gehörte beispielsweise eine nicht befestigte Achse oder fehlende Bremsen. Zwei Fahrräder mussten ganz aus dem Verkehr gezogen werden, da sie aufgrund zahlreicher Fehlerquellen vor Ort nicht zu reparieren waren.

„Radfahrerinnen und Radfahrer die mit einem nicht verkehrssicheren Fahrrad unterwegs sind, gefährden andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst und schaden zusätzlich dem Image des Radverkehrs“, so Landrat Dr. Olaf Gericke, der sich von der Aktion vor Ort selbst ein Bild machte. „Mit dieser Marketingaktion möchten wir ganz gezielt die Bedeutung von verkehrssicheren Fahrrädern auf den Straßen in den Fokus rücken und  insbesondere an Eltern appellieren, ihre Kinder nur mit sicheren Fahrrädern auf die Straße zu lassen.“